Eingetragen am 19.04.2016 um 12:11 Uhr

Autoren erleiden Niederlage gegen Google

Mehr als zehn Jahre hat der Streit um Google Books gedauert. Nach der Niederlage vor dem Supreme Court kritisierten die Autoren die IT-Industrie scharf.
Der Suchmaschinenkonzern Google darf für sein Projekt Google Books beliebig viele Bücher in den USA ohne die Zustimmung der Autoren digitalisieren und durchsuchbar machen. Der Oberste Gerichtshof der USA lehnte am Montag einen Antrag der amerikanischen Autorenvereinigung (Authors Guild) auf Revision einer Entscheidung eines Berufungsgerichts ab, das Googles Buchsuche im Oktober 2015 für rechtmäßig erklärt hatte. Damit entgeht Google möglichen Entschädigungszahlungen in Milliardenhöhe. Die Autorenvereinigung sprach von einer "kolossalen Niederlage".

Google hatte seine Büchersuche im Jahr 2004 gestartet und führte seit September 2005 gegen die Autoren einen Rechtsstreit über die Legalität des Dienstes. Einen wichtigen Etappensieg hatte Google im November 2013 erzielt. Damals hatte das Bezirksgericht von New York die Büchersuche für legal erklärt. Diese Entscheidung hatte ein Berufungsgericht im vergangenen Oktober bestätigt. Da der Supreme Court nun eine Revision des Urteils ablehnte, ist der Rechtsweg ausgeschöpft.