Eingetragen am 30.09.2015 um 10:52 Uhr

Schmerzensgeld wegen Persönlichkeitsrechtsverletzung in Rekordhöhe

Der ehemalige Wettermoderator Jörg Kachelmann erhält vom Springer-Konzern Schmerzensgeld in Rekordhöhe. Das Landgericht Köln hat das Medienhaus zur Zahlung von 635 000 Euro verurteilt, weil die Springer-Presse während des Vergewaltigungsprozesses gegen Kachelmann seine Persönlichkeitsrechte verletzt habe. Es soll das höchste Schmerzensgeld sein, das in Deutschland je in einem vergleichbaren Fall gezahlt wurde.

Kachelmann war der Vergewaltigung beschuldigt und 2011 freigesprochen worden. Wegen der Berichterstattung in Bild und anderen Springer-Blättern hatte er eine Entschädigung von 2,25 Millionen Euro verlangt.