Eingetragen am 02.10.2012 um 9:16 Uhr

Facebook & Co - wenn ich meinen Ex-Arbeitgeber "Drecksladen" nenne

Wer fremde Fotos online stellen, an denen man keine Urheberrechte besitzt, begeht eine Urheberrechtsverletzung. Es droht unter Umständen eine anwaltliche Abmahnung. Erhalten Sie eine solches Schreiben, sollten Sie überlegt reagieren und einen spezialisierten Rechtsanwalt aufsuchen.

Postings können zum Ärger führen, wenn ein Kommentar beleidigend wirkt oder unwahre Tatsachen verbreitet werden. Es drohen auch hier Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche. Zwei ehemalige Arbeitnehmer, denen gekündigt wurde, beschimpften auf Facebook die Ex-Firma und den ehemaligen Chef mit Worten wie “Drecksladen”, “armseliger Saftladen” und “arme Pfanne von Chef”. Diese Unterhaltung fand in einem Thread statt, der nur den “Facebook-Freunden” der beiden Arbeitnehmer zugänglich war.
Der Arbeitgeber verlangte von den Arbeitnehmern Unterrlassung. Das Arbeitsgericht Bochum folgte dem Antrag jedoch nicht. Zwar handelt es sich bei den verwendeten Begriffen um “Formalbeleidigungen”. Doch diese sind innerhalb des “geschützten” Bereichs bei Facebook von der Meinungsfreiheit gedeckt, weil hier nur die sogenannten “Freunde” der Nutzer die Äußerungen mitverfolgen können. (ArbG Bochum, Urteil vom 9.2.2012, 3 Ca 1203/11 ).